Samstag, 20. Februar 2010

16 Gramm

Wolle habe ich gestern auf meinem eigenen Spinnrad gesponnen.

Im November habe ich bei einer Tante ein Spinnrad entdeckt. Auf meine Frage, ob es noch funktioniert, bekam ich die Antwort, daß wohl ein paar Teile fehlen würden und ob ich es haben wolle. Was für eine Frage :-)

Mein Vater hat sich dann auch sofort bereit erklärt, es zu restaurieren.


So ist es dann erst einmal in seiner Keller-Werkstatt gelandet. Er ist in die Bücherei marschiert und hat sich Bücher über Spinnräder ausgeliehen.

Nach und nach hat er mir dann Neuerungen präsentiert. Die Spule hat er z.B. nachgearbeitet. Den Spinnflügel hat Ulf sich vorgenommen.

Für den Tritt brauchte er ein Eichenbrett. Das habe ich von einem Bekannten eines Arbeitskollegen bekommen. Nochmal vielen Dank. Es ist toll, daß es Menschen gibt, für die es so selbstverständlich ist, jemand Unbekanntes auszuhelfen.

So konnte mein Vater dann auch den Tritt und die Trittstange fertig machen.


Für den Sommer habe ich mir vorgenommen, das Spinnrad sorgfältig abzuschmirgeln und neu zu streichen.


Ja, und dann, dann habe ich den ersten Test gestartet.


Es funktioniert :-)

Und hier ist meine erste Wolle:


Fazit:

Wir werden ein paar Kleinigkeiten noch nachbessern müssen. Es ist ein Profi-Spinnrad, es ist nämlich ziemlich schnell und man kann nur dünnes Garn darauf spinnen. Leider ist die Spule ein bischen klein. Mit den 16 Gramm Wolle war sie fast schon voll. Und es ist laut, was aber hoffentlich besser wird, wenn wir mit den Nachbesserungen fertig sind.

Aber: es funktioniert.

Ich denke, ich brauche doch noch ein neues Spinnrad. Aber dieses hier wird ein wunderbares Schmuckstück für unsere Wohnung sein und gelegentlich werde ich auch hier drauf Wolle spinnen.