Dienstag, 31. Januar 2012

Lisa's Schneckenperlen

Kurz nachdem ich mit meiner Filzaktion begonnen hatte, wollte Lisa dann doch mitmachen.


Wie man sieht, wurde es bei ihr etwas bunter. Sie hat gleich vier Schichten in unterschiedlichen Farben gelegt.

Entsprechend bunt wurden auch die Schneckenperlen.


Nachdem wir dann reichlich Filzperlen hatten, haben wir mal geschaut, was man damit machen kann. Schließlich wollten wir Beispiele für eine Geburtstagsfeier haben.

Ich habe einen Schlüsselanhänger und ein Armband gemacht.



Lisa war etwas fleißiger. Bei ihr entstanden Kette, Armband, Ohrringe und Haarspange.





Und nun bin ich mal gepannt, wie unsere Ideen bei der Geburtstagsfeier ankommen.


Montag, 30. Januar 2012

Tutorial: Gefilzte Schneckenperlen

Eine Freundin bat mich, ihr bei der Geburtstagsfeier ihrer Tochter zu helfen. Sie wollte gerne mit den 10-12 jährigen Mädchen filzen.

Unsere Idee war dann, daß wir Schneckenperlen filzen, und diese weiter zu Ketten, Armbändern und Anhängern verarbeiten.

Da ich nicht gerne unvorbereitet so eine Aktion starte, habe ich erst einmal ein Probefilzen gestartet. Lisa wollte nicht mitfilzen, und so habe ich sie gebeten, zu fotografieren.

Man benötigt:
  • mindestens zwei Farben an Wolle
  • warmes Wasser
  • Seife (ich nehme immer Olivenölseife)
  • Teppichgitter



Wir beginnen damit, daß wir sorgfältig eine Schicht Wolle auf ein Teppichgitter auslegen. Die einzelnen Wollflocken werden Schichtweise gelegt. Mein Gitter hat etwas eine Größe von 20x30 cm.


Die Wolle läßt sich am einfachsten zupfen, wenn man sie nur ganz leicht anfaßt und sanft zieht. Sobald man an der Wolle zerrt, wehrt sie sich.
Ist die erste Schicht fertig, wird die zweite Schicht in der zweiten Farbe ausgelegt. Die Wollflocken werden nun quer zur ersten Schicht angeordnet.


Am Ende sollte es so aussehen.


Jetzt wird es naß.

Die ausgelegte Wolle wird mit Wasser bespritzt. 


Nun legt man das zweite Gitter auf die Wolle und reibt mit dem Seifenstück über das Gitter.


Damit man die Wolle später gut aufrollen kann, muß sie nun sorgfältig angedrückt werden. Man darf auch leicht reiben. Falls notwendig kann man auch noch ein wenig Wasser hinzufügen.


Ist die Wolle schön platt, wird das obere Gitter vorsichtig abgenommen.


Jetzt rollt man die nasse Wollplatte vorsichtig auf.


Am Ende hat man dann eine nasse Wollwurst.


Jetzt kommt der kniffelige Teil.

Mit nur ganz ganz wenig Druck und viel Gefühl wird die Wolle hin- und hergerollt. Am Anfang meint man, das geht gar nicht, aber mit der Zeit merkt man, daß die Rolle fester wird. Man kann anfangs auch die Rolle nur leicht hin- und herwippeln.


Wenn man merkt, daß die Rolle fester wird, dann kann man kräftiger und kräftiger und kräftiger rollen.


Bis man dann am Ende einen kleinen Knüppel hat.


Dieser wird nun mit warmem Wasser gut ausgespült. Dabei darf man ihn auch ruhig ein wenig kneten. Alternativ kann man ihn auch in die Waschmaschine stecken. Einfach in einen Wäschesack stecken und bei 40 Grad mitwaschen.

Nun kommt der schönste Teil der Filzaktion: Das Filzstück wird in Stücke geschnitten.


Und am Ende hat man viele tolle Schneckenperlen.


Möchte man dickere Perlen haben, dann kann man auch jeweils zwei Schichten von der Wolle legen. Oder man kann mehr Farben nehmen.

Lisa wollte zwischendurch dann doch noch filzen. Morgen zeige ich, was bei ihr herausgekommen ist.

Sonntag, 29. Januar 2012

Eulenliebe

Schon vor einiger Zeit mußten wir ein heißgeliebtes Rebella-T-Shirt aussortieren. Es landete im Stoffregal zum Recyclen.

Und da lag es und wartete auf die zündende Idee.

Bald gesellte sich noch ein T-Shirt von mir dazu.

Und so warteten sie gemeinsam.

Bis mir dann gestern doch noch die zündende Idee kam.

Das Schnittmuster Clementine ist perfekt für so einen Fall. Ich habe aus dem Rebella-Shirt den Mittelteil rausgeschnitten. Schulternähte und Ausschnitt habe ich einfach so gelasse, wie sie waren. Mein T-Shirt wurde zu den Seitenteilen. Aus zwei Jersey-Resten habe ich Ärmel zugeschnitten.


Lisa fand es so toll, daß sie es gleich angezogen hat und ich freiwillig hat fotografieren lassen.



Besonders begeistert war sie von meinen Eulen.


Schon bei einem anderen Projekt (das noch nicht fertig ist), habe ich die Technik "Malen mit der Nähmaschine", die Lillith Rose vorgestellt hat, ausprobiert. Zuerst dachte ich, daß ich das nie und nimmer hinbekomme. Aber mit der Zeit kommt man so richtig in Schwung und möchte eigentlich gar nicht mehr aufhören. Deshalb ist auf dem einen Ärmel auch noch eine Eule gelandet und ein Label auf dem anderen Ärmel.


Den Schnitt hatte ich vor einiger Zeit schon mal für Lisa ausprobiert und dachte anschließend: Neee, das geht ja gar nicht. Das Shirt wurde dann zum Schlafen genommen. Dann ging mir aber auf, daß es am Material lag. Nichts desto trotz habe ich dieses Shirt in der Mitte und unten etwas weiter zugeschnitten. Hätte ich letztendlich aber gar nicht machen müssen.



Schnittmuster: Clementine von www.kleiderwerkstatt.com

Freitag, 27. Januar 2012

Erinnerungen

Vor ein paar Tagen gab mir eine Freundin eine Hose ihrer jüngsten Tochter mit der Bitte, doch einen passenden Flicken raufzusetzen.



Da ich eben jener Freundin immer die zu klein gewordenen Sachen von Lisa gebe, war es kein Wunder, daß es eine alte Hose von Lisa war.

Und schon gingen die Grübeleien los:

Da hat MEINE Tochter mal reingepaßt?

Wann habe ich die wohl genäht?

Da gab es doch auch einen Pullover zu.

...


Zu dieser Hose gibt es tatsächlich noch einen Pullover, der aber noch zu groß ist. In Wirklichkeit ist auch die Hose noch etwas reichlich. Sie ist nämlich eigentlich einen 7/8-Hose, wird nun aber schon lang (und weit) getragen.

Ich werde sie sorgfältigst flicken, damit sie noch durchhält, bis auch der Pulli dazu paßt. Das war nämlich eine meiner Lieblingskombis von Lisa.

Ich habe dann mal in den Bildern gewühlt, wann ich denn diese Kombi genäht hatte. Das war im April 2007. Damals hatte ich noch gar keinen Blog. Aber fotografiert hatte ich meine genähten Sachen auch schon :-)


Wie man sieht, hat die Hose tatsächlich mal gepaßt.


Ich freue mich jedes Mal, wenn ich die Kinder meiner Freundin in Lisas Sachen sehe.

Nach diesem Kind wird die Hose dann wohl wirklich durch sein. Aber dann wurde sie von drei Kindern getragen. Alle drei hatten viel Freude daran. 

Was will man mehr?


Schnittmuster: Dana und Bea von farbenmix
Stickmuster: Alien von Kunterbunt-Design



Mittwoch, 25. Januar 2012

Me Made Mittwoch

Dieses Jahr wollte ich mal so richtig chick starten und mir ein Kleid nähen. Schnell hatte ich auch einen supertollen Schnitt gefunden: Onion 2029 -  ein Kleid im Empirestil. Ich war ganz glücklich mit meinem Schnittmuster.

Lange habe ich hin- und herüberlegt, was für einen Stoff ich nehmen soll. Auf dem Schnittmuster stand: "perfekt til tynde stoffer" - perfekt für dünne Stoffe. Ich bin dann nicht wirklich fündig geworden, aber, mir fiel ein, daß ich ein altes Kleid im Schrank habe, das ich lange (sehr lange) nicht getragen hatte und das ich ja zerschneiden könnte.

Ich hatte aber ein bißchen bammel. Eigentlich mochte ich das Kleid ja.

Was also tun?

Dann dachte ich so bei mir: nähe doch erst einmal ein Probekleid. Wenn das gut sitzt, dann kannst Du immer noch Dein altes Kleid zerschneiden.

Und so habe ich losgelegt. Ich habe mich vermessen und befand mich zwischen L und XL (ok, eher XL). Also habe ich das Schnittmuster in XL ausgerädelt, ein altes Bettlaken zerschnitten und mein Kleid genäht.

Es ist wirklich toll geworden. Selten habe ich mir so viel Elan so ordentlich genäht.

Nur leider ist es ein völliger Sack geworden. Selbst wenn man sich den perfekten dünnen Stoff denkt, ist es ein Sack.

:-(





Da ich mich ja nicht so schnell entmutigen lasse, habe ich den Schnitt in L ausgerädelt, einen weiteren alten Bettbezug zugeschnitten und noch ein Kleid genäht. Diesmal nicht mehr so ordentlich und den Rockteil habe ich deutlich schmaler zugeschnitten.

Es ist immer noch ein Sack.

Keine Angst, den zeige ich hier nicht auch noch :-)

Jetzt überlege ich, ob ich das Kleid in S nähe. Dann aber aus Jersey. Es ist nämlich kein Verschluß vorgesehen (glaube ich zumindest. Meine Dänischkenntnisse sind nicht so gut.)



Ganz viele gelungene Kleider könnt Ihr heute wieder bei Catherine sehen.






Montag, 23. Januar 2012

Sie ist dann doch noch fertig geworden

Nachdem ich ja Ewigkeiten gebraucht hatte, um die Matruschka zu sticken, war ich nicht gerade motiviert, die Tasche fertig zu nähen.

Aber letztendlich ist sie doch noch fertig geworden.


Mir gefiel das vorne an der Tasche befestigte Täschchen an der Adventskalender-Tasche so gut. Da habe ich das auch mal bei diesem Schnitt ausprobiert. Ist nicht so optimal, aber ich finde es doch ganz niedlich.


Innen habe ich die Tasche mit kariertem Stoff gefüttert. Natürlich gibt es auch eine Innentasche mit Reißverschluß.


Die Träger habe ich bei der Tasche gepolstert. Das sieht so schön knuffelig aus.

Die Tasche wandert in meinen Shop.

EBook: AllesDabei von farbenmix
Stickmuster: Matruschka Pimpinellskova von Huups! nach dem Design von Luzia Pimpinella (von der Farbenmix-CD)

Donnerstag, 19. Januar 2012

Heute mal was Wolliges

Oh, Mann! Das war ja schon Anfang Dezember, daß ich meine tolle Wolle auf dem Spinnrad gezeigt hatte.

Einen Teil der Wolle habe ich mit schwarzer Alpaka-Wolle verzwirnt.


Schwarz bringt die Farben so toll zum Leuchten.


Die Wolle habe ich meiner Schwester geschenkt. Sie sollte für einen langen Schal reichen. Ich bin schon ganz gespannt, wie sie verstrickt aussieht.


Montag, 16. Januar 2012

Nähnachwuchs

Es gibt ein paar Dinge im Leben, die ich so richtig gerne mache. Eins davon ist NÄHEN, ein anderes das Arbeiten mit KINDERN. Toll ist es, wenn man beides kombinieren kann.

Und so habe ich am letzten Wochenende ein Nähwochenende mit Lisa und einigen Freundinnen veranstaltet.

Plan war, Taschen zu nähen. Wir haben uns für die "Alles drin"-Tasche entschieden. Im Vorfeld durfte sich jedes Mädchen schon Stoffe aussuchen.

Am Samstag um 14 Uhr ging es dann los. Ein Mädchen wünschte sich lila und recht schlicht. Mädchen Nummer 2 wünschte sich die Stoffe, die wir mal mit der Juki-Kiste verarbeitet hatten. Vom Aufbau her hat sie sich eine Tasche zum Vorbild genommen, die ich mal genäht hatte. Mädchen Nummer 3 wünschte es sich bunt. Mädchen Nummer 4 (Lisa) meinte:

"Die Farbenmixfrau näht immer einfach bunte Stoffe zusammen, näht ein paar Bänder und Stickbilder auf, und schon sieht es toll aus. Das möchte ich auch machen."

Nun gut.

Ganz schnell hatte ich die Mädels an der Arbeit.


Noch schneller war mein Wohnzimmer in ein Chaos-Zimmer verwandelt :-)


Sonntag Abend waren die Taschen dann fertig. Wir haben etwa 8(!) Stunden genäht.

Kind Nummer 1 ist bei ihrem Ursprungsplan geblieben. Jedes Kind durfte sich ein Stickmuster aussuchen. Sie hat die tolle Gitarre gewählt. Ansonsten hat sie nur ein kleines Namensschildchen gestempelt.


Kind Nummer 2 wollte erst weder Sticker noch Veloure noch Stempel. Sie hat dann aber bei uns genächtigt und am Sonntag morgen haben sie und Lisa 'ne Runde gepimpt. Und dann sollte plötzlich doch noch die Eule drauf.


Kind Nummer 3 hat sich eine verkleinerte Taschenvariante ausgesucht. Die Tasche sollte bunt sein und Fransen haben. Sie hat dann ein Fransenband aus Jersey geschnitten. Bei dieser Tasche mußten wir ein wenig tüfteln. Die Teile saßen zum Teil etwas schief zusammen. Ich habe dann die diagonale Naht aufgetrennt, habe die Teile mit dem Rollschneider begradigt, dann wurden die Teile wieder zusammengenäht.


Ja, und meine Tochter hat alle Register gezogen :-) Sie kennt sich in meinen Vorräten einfach zu gut aus.


Die Mädchen waren am Ende alle superstolz auf ihre Werke. 

Bis auf Lisa hatte alle keine/wenig Näherfahrung. Die Taschen sind sicherlich nicht perfekt geworden, aber das macht gar nix. Ich finde es wichtig, daß die Kinder ihre eigenen Vorstellungen verwirklichen können. Dann macht das Nähen auch Spaß.

Mädels, das habt ihr toll hinbekommen.


Schnittmuster: AllesDrin von farbenmix
Stickmuster: Skull von Zaubermasche, Love & Peace und Lulu Schuuu von Huups!; alles nach dem Design von Luzia Pimpinella

Mittwoch, 11. Januar 2012

Na also!

Nachdem ich von meinem montäglichen Stickversuch völlig gefrustet war, hatte ich erst einmal alles in die Ecke geworfen.

Heute habe ich dann meine Speicherkarte gelöscht, neu formatiert und die Datei neu aufgespielt. Und siehe da, es hat geklapp :-)


Ich finde, sie sieht wie eine 70er-Jahre-Schneewitchen-Matruschka aus. Genau so hatte ich mir das vorgestellt.

Stickmuster: Matruschka Pimpinellskova von Huups! nach dem Design von Luzia Pimpinella (von der Farbenmix-CD)



Montag, 9. Januar 2012

Arghhh

Das ist mein heutiges Tageswerk:


Dreimal habe ich versucht, diese blöde Matruschka zu sticken. Nach 2 Versuchen habe ich sie von der Speicherkarte gelöscht und neu aufgespielt. Und jedes Mal fing die Maschine an, kreuz und quer zu sticken :-(

Und ich hatte die Vision von einer wunderschönen Matruschka-Tasche. Ich sah sie schon vor meinem geistigen Auge. Pustekuchen!!!

Morgen werde ich erst einmal meine Speicherkarte formatieren und neu bespielen. Aber von der Matruschka habe ich erst einmal genug :-( Dabei war sie die letzten Male so schön geworden.

Arghhh!!!!


Stickmuster: Matruschka Pimpinellskova von Huups! nach dem Design von Luzia Pimpinella (von der Farbenmix-CD)

PS: Und eigentlich mag ich die Matruschka natürlich und das Sticken hat immer wunderbar geklappt. Es wird wohl wirklich an meiner Speicherkarte liegen.